Statusfeststellungsverfahren Nachzahlung

Abhängig vom Ergebnis der Statusprüfung kann im Statusfeststellungsverfahren Nachzahlung bislang nicht geleisteter Sozialversicherungsbeiträge die Folge sein. Grundsätzlich sind die Beiträge ab dem Beginn der festgestellten Sozialversicherungspflicht zu zahlen. Dies kann unter Umständen ein mehrjähriger Zeitraum sein, der ein kleineres Unternehmen an die Grenze seiner wirtschaftlichen Belastbarkeit bringt. Es gibt jedoch auch Ausnahmeregeln und Verjährungsgrenzen, die zumindest etwas Entlastung bedeuten.

Statusfeststellungsverfahren Nachzahlung und Verjährung

Die aktuelle Gesetzeslage sieht vor, dass grundsätzlich nach Rechtskrafteintritt im Statusfeststellungsverfahren Nachzahlung der Sozialversicherungsbeiträge bis zum Beginn der als sozialversicherungspflichtig festgestellten Tätigkeit zu leisten ist. Beitragsschuldner ist dabei der Arbeitgeber, der die Anteile des Arbeitnehmers direkt in voller Höhe mitzutragen hat. Wird gegen den Feststellungsbescheid Widerspruch und später noch Klage eingereicht, tritt zunächst eine aufschiebende Wirkung ein. Dies führt jedoch nur dazu, dass sich an das Statusfeststellungsverfahren Nachzahlung auch für den Zeitraum der Rechtsmittel anschließt.

Grenze der Rückwirkung liegt in der Verjährungsfrist von vier Jahren. Unter Berücksichtigung der Verjährungsregeln kann dies insgesamt zu einer Statusfeststellungsverfahren Nachzahlung von fast fünf Jahren führen. Dies hängt damit zusammen, dass die Verjährungsfrist erst mit Ablauf des Jahres beginnt, in dem die Beitragszahlung fällig gewesen wäre – also immer am 01. Januar des Folgejahres.

Statusfeststellungsverfahren Nachzahlung – Reduzierung

Als Anreiz, möglichst schnell die Sozialversicherungspflicht in ungeklärten Vertragsverhältnissen klären zu lassen, eröffnet § 7a SGB IV jedoch den Beteiligten eine Ausnahmeregelung. Drei Voraussetzungen müssen dafür erfüllt sein, die nicht alternativ sondern zusammen vorliegen müssen.

So tritt bei einem Statusfeststellungsverfahren Nachzahlung erst dann ein, wenn:

  1. der Antrag im ersten Beschäftigungsmonat erfolgt;
  2. der Beschäftigte mit der späteren Beitragspflicht auch einverstanden ist;
  3. er zwischenzeitlich so renten- und krankenversichert ist, wie es auch die Pflichtversicherung leisten würde.

Insbesondere bei Punkt 3 ist zu beachten, dass für das Statusfeststellungsverfahren Nachzahlung nur dann später wirksam wird, wenn der Versicherte nicht nur einfach krankenversichert ist – er muss ebenfalls eine entsprechende Krankentagegeldversicherung nachweisen.

Kostenfreier Sofortkontakt zum Experten

Hotline 0800 0 333 500 10
Rechtsanwalt
Markus Presch

Experte für: Erfolgreiches Statusfeststellungsverfahren


Hotline 0800 0 333 500 20
Frau Mandy Bongort

Expertin für: Rückerstattung von SV Beiträgen


Hotline 0800 0 333 500
Zentrale Rufnummer

Bewertung

Von Kunden empfohlen
Kundenbewertung 4.8 / 5

Kompetente Sofort-Beratung - alle Fragen wurden sofort beantwortet. Sehr zu empfehlen!

Kundenmeinung

Hotline 124.900 € Beiträge zurückerhalten durch ein Statusfeststellungsverfahren


Hotline Nachzahlung von 81.000 € vermieden durch die kompetente Beratung.


Hotline Dauerhaft Rechtssicherheit erhalten und Sicherheit für zukünftige Betriebsprüfungen.

Presseartikel