Statusfeststellungsverfahren Auftraggeber

Mit der rechtsverbindlichen Beurteilung der Sozialversicherungspflicht kann das Statusfeststellungsverfahren Auftraggeber davor bewahren, wegen einer von Amts wegen eingeleiteten Statusprüfung hohe Nachzahlungen leisten zu müssen. Ein früher Antrag bei Auftragsverhältnissen ist deswegen bei Zweifelsfällen anzuraten.

Statusfeststellungsverfahren Auftraggeber oder Arbeitgeber?

Personalkosten schmälern immer den Gewinn. Der Gedanke liegt also für einen Unternehmer nahe, lieber auf Auftragnehmer zurückzugreifen und stattdessen die Zahl der Beschäftigten möglichst gering zu halten. Müssen durch ein Statusfeststellungsverfahren Auftraggeber erkennen, dass ihr Auftragnehmer nur scheinselbstständig ist, müssen die Beiträge zur Sozialversicherung bis zu vier Jahre rückwirkend nachgezahlt werden.

Für ein sozialversicherungsfreies Auftragsverhältnis sprechen hingegen:

  • Entscheidungsfreiheit des Auftragnehmers
  • eigene Kostenkalkulation
  • Kundenakquise und mehrere Auftraggeber
  • eigene Personalentscheidungen
  • äußeres Erscheinungsbild durch Briefkopf, Geschäftskonto und evtl. Geschäftsräume
  • eigene Arbeitsgeräte
  • eigenes unternehmerisches Risiko

Erfüllen Auftragnehmer mehrere dieser Eigenschaften, wird auch ein zu einem späteren Zeitpunkt eingeleitetes Statusfeststellungsverfahren Auftraggeber kaum mit Nachzahlungen für die Sozialversicherung belasten. Selbst wenn der Auftragnehmer nur wenige Kunden hat und sein Geschäftsumfang dem eines Kleingewerbes entspricht, so ist er doch als selbstständiger Unternehmer einzustufen.

Scheinselbstständigkeit erkennen

Genauere Aufmerksamkeit ist jedoch ratsam, wenn diese Merkmale nur wenig oder gar nicht vorhanden sind. Lassen durch ein frühzeitig eingeleitetes Statusfeststellungsverfahren Auftraggeber die Sozialversicherungspflicht prüfen, lässt sich der Schaden durch Nachforderungen verhindern oder zumindest deutlich verringern.

Anzeichen für Scheinselbstständigkeit liegen vor, wenn:

  • der Auftragnehmer bislang Arbeitnehmer des Auftraggebers war
  • er weisungsgebunden ist
  • keine eigene Abrechnung erfolgt
  • im Statusfeststellungsverfahren Auftraggeber als einziger Kunde ermittelt wird
  • Arbeitskleidung des Auftraggebers getragen wird
  • Arbeitsgeräte des Auftraggebers genutzt werden
  • der Auftragnehmer weder Geschäftsräume noch andere eigene Geschäftsmerkmale besitzt

Zweifelhaft ist die Unternehmereigenschaft auch dann, wenn im Statusfeststellungsverfahren Auftraggeber zugestehen müssen, dass die scheinbar selbstständigen Auftragnehmer die gleichen Arbeiten verrichten, wie andere reguläre Beschäftigte des Betriebs.

Je enger also die Verflechtung zwischen den Vertragsparteien ist, desto sinnvoller ist es, wenn beide durch ein Statusfeststellungsverfahren Auftraggeber und Auftragnehmer absichern.

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Hotline 124.900 € Beiträge zurückerhalten durch ein Statusfeststellungsverfahren


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